Das Supercup-Wochenende in Monza war sportlich wie emotional ein echtes Highlight – auch wenn es mit einem schmerzhaften Qualifying begann. Rein von der Performance her war ich extrem schnell unterwegs. Ich habe die Lücke zum vorderen Mittelfeld deutlich geschlossen, und die theoretische Runde hätte problemlos für einen Startplatz zwischen 14 und 18 gereicht.

In meiner schnellsten Runde war ich bis zur Streckenmitte bereits drei bis vier Zehntel schneller als meine eigene Bestzeit und auf einem klaren Verbesserungskurs. Dann kam jedoch die rote Ampel: Der Renndirektor unterbrach die Session wegen zu viel Kies auf der Strecke. Die Runde musste abgebrochen werden. Kurz darauf folgte eine weitere rote Flagge nach einem Abflug – danach war keine Zeitverbesserung mehr möglich. Am Ende stand Startplatz 23. In diesem Moment hat das Qualifying wirklich wehgetan.

Trotzdem überwog nach kurzer Zeit das Positive: Ich konnte auf diesem extrem hohen Niveau mithalten. Der Speed war da – und genau das war die Grundlage für das Rennen.

Der Rennsonntag in Monza war dann etwas ganz Besonderes. Vor den italienischen Fans zu fahren, diese Atmosphäre, diese Kulisse – das war Gänsehaut pur. Ich habe es einfach genossen, Teil dieses hochkarätigen Fahrerfeldes im Porsche Mobil 1 Supercup zu sein.

Im Rennen ging es für mich von Startplatz 23 bis auf Rang 18 nach vorne. Die erste Runde stand ganz im Zeichen des Überlebens – ich habe zwar zwei Schikanen abgekürzt, aber mir war vor allem wichtig, das Auto ganz zu lassen. Danach konnte ich meinen Rhythmus finden und konstant nach vorne arbeiten.

Auch der Blick auf die Zahlen stimmt mich sehr positiv: Im Qualifying lag ich noch rund eine Sekunde auf die absolute Bestzeit zurück, im Rennen waren es nur noch etwa sechs Zehntel. Die Schritte nach vorne werden sichtbar größer – genau das ist das Ziel in dieser Lernphase.

Unterm Strich nehme ich aus Monza sehr viel mit: Rennkilometer, Selbstvertrauen und die Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Der Fokus richtet sich jetzt nach vorne – auf den Red Bull Ring. Dort bin ich bereits Supercup gefahren, kenne die Strecke sehr gut und gehe entsprechend zuversichtlich ins nächste Rennwochenende.

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