Das Rennwochenende auf dem Red Bull Ring war eines der emotional schwierigsten der Saison im Porsche Carrera Cup Deutschland – geprägt von schwierigen Bedingungen, mutigen Entscheidungen und einem intensiven Kampf im Rennen.

Das Qualifying verlief besonders schmerzhaft. Wer sich an das Vorjahr erinnert, weiß: Damals habe ich hier mit einem Reifengamble alles richtig gemacht. Dieses Mal ging der Poker leider nicht auf. Im ersten Qualifying war ich auf einer sehr starken Runde unterwegs, im ersten Sektor bereits rund drei Zehntel schneller, als plötzlich eine rote Flagge kam. Auf dem Berg begann es stark zu regnen, beim Anbremsen passierte nichts mehr, mehrere Autos standen bereits im Kies – ich ebenfalls. Das Qualifying wurde abgebrochen und nicht wieder aufgenommen. Ergebnis: Startplatz 18 für das erste Rennen.

Im zweiten Qualifying habe ich dann bewusst erneut auf eine Strategie gesetzt. Da es durchgehend leicht regnete, entschied ich mich früh für Regenreifen – in der Hoffnung, dass der Regen stärker wird und wir damit ganz vorne mitfahren können, während andere auf Slicks bleiben. Leider entwickelte sich die Strecke genau in die andere Richtung: Sie trocknete ab, die Regenreifen überhitzten zunehmend, und ich konnte keine Zeit mehr nachlegen. Die Fahrer auf Slicks flogen an mir vorbei. Am Ende stand Startplatz 22. Dass Flynt Schuring mit derselben Entscheidung direkt vor mir auf Platz 21 landete, zeigt mir zumindest, dass der Gedanke nicht falsch war – trotzdem tat es brutal weh, diesen Reifenpoker zu verlieren.

Das zweite Rennen am Sonntag war dann nochmals eine echte Herausforderung. Nach einer Strafversetzung musste ich mich von weiter hinten nach vorne arbeiten. Wir hatten im Vergleich zum Vortag nochmals etwas am Setup verändert, was sich leider als Schritt in die falsche Richtung herausstellte. Zusätzlich hatte ich das gesamte Rennen über massive Bremsprobleme. Ich konnte nicht mit den gewohnten Bremsdrücken arbeiten, musste früher bremsen und konnte nicht richtig attackieren. Über die gesamte Renndistanz war es ein reiner Kampf.

Unter diesen Umständen war schnell klar, dass es ein sehr schwieriges Rennen in Richtung Punkte werden würde. Am Ende wurde es Platz 18. Natürlich bin ich nach dem starken Rennen am Vortag ein Stück weit enttäuscht, aber nichtsdestotrotz nehme ich die Punkte und vor allem den Schwung aus dem Wochenende mit.

Jetzt richtet sich der volle Fokus nach vorne: Es steht nur noch ein Rennen in dieser Saison an. Das Saisonfinale in Hockenheim wartet – und dort heißt es nochmal alles reinwerfen. Ich bin bereit und freue mich darauf, zum Abschluss der Saison nochmal richtig Gas zu geben.

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