Der Sachsenring war für mich ein ganz besonderes Wochenende. Viele von euch waren vor Ort oder haben das Rennen im TV verfolgt – und genau das hat dieses Heimrennen so emotional gemacht. Zweimal von Startplatz 19 aus war mein klares Ziel: zu Hause zweimal Punkte holen und dieses Wochenende gemeinsam mit euch genießen.
Die Unterstützung von den Tribünen, von meinen Partnern, Freunden und meiner gesamten Sponsorenfamilie war unbeschreiblich. Das hat mir extrem viel Motivation gegeben. Ich wollte unbedingt nach vorne, ich wollte kämpfen und das Maximum herausholen.
Gleichzeitig habe ich an diesem Wochenende auch gespürt, dass permanentes Pushen nach vorne seinen Preis haben kann. Ich habe mir für diese Saison fest vorgenommen, nie nach Hause zu fahren und mir sagen zu müssen: Du hast nicht alles gegeben. Genau danach bin ich gefahren – mit voller Überzeugung. Aber ich habe auch gelernt, dass genau dieses Pushen manchmal schmerzhaft sein kann und Fehler mit sich bringt.
Im ersten Rennen habe ich mich beim Angriff gedreht, konnte mich danach aber wieder bis auf Platz 19 zurückkämpfen. Im zweiten Rennen hatte ich einen Verbremser, der durch die extrem hohe Reifenabnutzung auf dem Sachsenring in einem Reifenschaden endete. Damit war ein besseres Ergebnis leider nicht mehr möglich.
Natürlich sitzt der Stachel noch etwas tief – gerade bei einem Heimrennen. Aber nichtsdestotrotz habe ich an diesem Wochenende unglaublich viele wichtige Erkenntnisse gesammelt, die mich als Fahrer weiterbringen werden. Auf die Details möchte ich an dieser Stelle bewusst noch nicht eingehen. Die werde ich euch bei der nächsten Trackrunde in anderthalb Wochen ganz in Ruhe erklären – wer dabei sein möchte, ist herzlich eingeladen.
Unterm Strich bleibt trotz der Ergebnisse vor allem eines: Dankbarkeit. Ich bin sprachlos und unglaublich stolz, euch als Sponsorenfamilie an meiner Seite zu haben. Euer Rückhalt, eure Unterstützung und euer Vertrauen bedeuten mir sehr viel – gerade an solchen Wochenenden.
Wir machen weiter. Gemeinsam.